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Sie hatte eigentlich gar nicht vor, Kinder zu bekommen

Aktuelle Seite: Start / Allgemein / Sie hatte eigentlich gar nicht vor, Kinder zu bekommen
28. Oktober 2026 von Sebastian Meichßner

Manchmal macht man den Browser auf und sieht eine interessante Überschrift. Kennt ihr das? Klick. Meistens ärgere ich mich dann, dass ich auf bei inhaltslosem Clickbait angebissen habe. Aber dieser Klick führte mich zu einem sehr schönen und tiefen Interview mit der dänischen Singer-Songwriterin und Pianistin Agnes Obel1.

Kurz vorweg: Ich kannte die Frau und ihre Musik bis Dato gar nicht. Ich kannte auch Annabelle, jenes Frauenmagazin, das mit ihr das Interview führte, nicht. Woher auch. Aber manchmal lese ich gerne Interviews von Menschen, die begeistert sind, die ihre Faszination kaum in Worte fassen können, weil sie die Kunst, das was sie machen, ihre Leidenschaft so ergriffen hat. Diese Begeisterung kann dann überspringen, diese Freude kann ansteckend sein und auch mich faszinieren. So auch bei Agnes Obel. Nur, dass es diesmal nicht unbedingt um ihre Kunst ging. Sie war eigentlich von ihrer Tochter, dem Wunder des Lebens, der Kraft einer Geburt, begeistert. Nachdem ihre Kleine auf der Welt war, stellte sie fest: „Ich begann, das Geschenk des Lebens um mich herum viel stärker wahrzunehmen und wertzuschätzen.“2

Zuvor sei sie noch mit ihrer Musik verheiratet gewesen. Aber dann, durch die Schwangerschaft und Geburt: „Ich weiss nicht, wie man das erklären soll. Aber ich habe plötzlich neue Zusammenhänge gesehen. […] Und wenn man sich überlegt, wie viel Leben es auf diesem Planeten schon gegeben hat und dass das meiste davon heute nicht mehr existiert – wir haben nur diesen kleinen Moment hier: was für ein Glück das ist! Und wenn man dann auch noch den Anfang eines Lebens miterleben darf … Ich empfand schon sehr früh in der Schwangerschaft eine immense Dankbarkeit. Aber auch Staunen und Ehrfurcht.“3

Diese Frau ging vorher voll in ihrer Musik, in ihrer Arbeit auf. Doch „ehrlich gesagt hatte ich nie wirklich ein Leben ausserhalb der Musik. Aber meine Tochter hat mein Leben so viel besser gemacht. Ich glaube auch, dass sie mir die Augen dafür geöffnet hat, wie schön es ist, neben der Arbeit noch viele andere Dinge im Leben zu haben. Wie bereichernd das ist. Ich glaube wirklich, dass sie mich in vielerlei Hinsicht neu erzieht.“4

Und das alles obwohl sie völlig überraschend schwanger wurde: „Ja, denn ich hatte eigentlich gar nicht vor, Kinder zu bekommen.“ Schön, dass sie sich mit und von dem Geschenk des Lebens hat überraschen lassen!5

Hier könnt ihr das Interview finden. Wir wünschen Agnes Obel alles Gute und viel Freude mit ihrer Tochter! Danke für das ehrliche Interview!

titelbild: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Agnes_Obel_by_year?uselang=de#/media/File:Agnes-obel-1315691380.jpg, zuletzt aufgerufen am 28.10.2026

  1. https://www.annabelle.ch/kultur/agnes-obel-ich-hatte-eigentlich-gar-nicht-vor-kinder-zu-bekommen/?utm_source=firefox-newtab-de-de, zuletzt aufgerufen am 28.10.2026. ↩︎
  2. ebd. ↩︎
  3. ebd. ↩︎
  4. ebd. ↩︎
  5. ebd. ↩︎
Kategorie: Allgemein
Vorheriger Beitrag:Wer sein ‚warum‘ hat…

Über Sebastian Meichßner

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Ela

    28. Oktober 2026 um 16:29

    ♥️

    Antworten

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