Waaaarrrruuuuummmm??!! Hast du dein „warum?“ des Lebens schon gefunden? Okay. Vielleicht nicht unbedingt gleich deines Lebens. Wie wäre es mit deiner aktuellen Situation, den Herausforderungen deines Alltags oder vielleicht einer plötzlichen Herausforderung, die sich dir unangekündigt stellt? Warum…ich das frag?!
Naja, es heißt „[w]er auf das ‚Warum‘ seines Daseins eine Antwort kennt, erträgt fast jedes ‚Wie'“1 Soll heißen mit einem begründeten „Warum“ im Hinterkopf, erträgt sich’s leichter. Denn „wem die Gewissheit einer solchen Antwort fehlt, der gerät in den Strudel der Angst, weil er das führende Ziel verloren hat,“2 meint Paprotny. Friedrich Nietzsche, den Paprotny hier interpretiert, hatte in seiner Götzen-Dammerung3 diesen Gedanken mal zu Papier gebracht.
Nietzsche’s Auffassung war, dass der Menschen ohne überzeugendes „Warum“ keinen zielstrebigen, leidensfähigen Willen aufbringen könnten. „[N]icht das Leiden selbst war sein Problem, sondern, dass die Antwort fehlte für den Schrei der Frage ‚wozu leiden?‘ Der Mensch […] verneint an sich nicht das Leiden; er will es, er sucht es selbst auf, vorausgesetzt, dass man ihm einen Sinn dafür aufzeigt, ein Dazu des Leidens. Die Sinnlosigkeit des Leidens, nicht das Leiden, war der Fluch, der bisher über der Menschheit ausgebreitet lag“4.
Also? Warum?!
Schwanger? Ach du sch…
Falls dich eine plötzliche, ungewollte Schwangerschaft in den oben angesprochenen Strudel der Angst reist, dann gibt es hier 24/7 (das ganze Jahr hindurch und für dich kostenlos) Menschen, die dir super gerne bei der Suche nach deinem „Warum“ helfen: 0800 36 999 63 von VitaL oder die 0800 606767 von ProFemina.
Titelbild: https://unsplash.com/de/fotos/madchen-in-rosa-reissverschlussjacke-und-gelber-strickmutze-cTi0YOsNjPE, zuletzt aufgerufen am 08.09.2026.
- Thorsten Paprotny, Kurze Geschichte der Philosophie der Gegenwart, Heder, 2009, S. 26. ↩︎
- ebd. ↩︎
- „Hat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem wie?“ Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung, Holzinger, 4. Auflage, 2016, Erstdruck Leipzig 1889, S. 6. ↩︎
- Friedrich Nietzsche, Zur Genealogie der Moral, Anaconda, 2010, S. 158. ↩︎





Ficken gegen den Totalitarismus!…?
Schreibe einen Kommentar